Land in Sicht. 6. Bundesfachkongress Interkultur.

Mit Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur

„Land in Sicht. Interkulturelle Visionen für heute und morgen“. Unter diesem optimistischen Motto tagte der 6. Bundesfachkongess Interkultur im Staatstheater Braunschweig vom 3.-5. April 2017. Ein Randthema? Für viele sicherlich so. Ich sage: definitiv nicht. In seinem Impulsvortrag zitierte Heribert Prantl Matthias Horx: „Es gibt die Pflicht zur Zuversicht“. Horx plädiert für „eine rebellische Gelassenheit angesichts einer Epidemie der Angst“. Definitiv! Oder weiter mit Milan Kundera: „Ein Europäer ist derjenige, der Sehnsucht nach Europa hat.“ Demnach sind viele Geflüchtete Europäer im tiefsten Sinne. Überhaupt war das Thema Flucht ein wichtiges Leit(d?)motiv beim Kongress.

Von l.: Ishak Demirbag (1. Vorsitzender Haus der Kulturen Braunschweig e.V.), Ghalia El Boustami, Rolf Graser (Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt, Forum der Kulturen Stuttgart e.V.), Adama Logosu-Teko (Geschäftsführer Haus der Kulturen Braunschweig e.V.)

Land in Sicht: Es geht hier auch um die Hoffnung von Menschen, die unter dramatischsten Bedingungen ihr leben auf dem Meer riskieren, um an neuen Ufern in Sicherheit leben zu können. Literarisch virtuos ist die Schwarze Britin, Aktivistin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo der Frage nachgegangen: Wenn es Menschen mit Migrationshintergrund gibt, dann gibt es wohl Menschen OHNE Migrationshintergrund? Wirklich? „Die Entdecker oder die Entdeckten. Was kam zuerst?“ Das sind nur wenige von vielen Impulsen. Es gab viel Wiedersehensfreude, mit Freunden aus dem NEMO-Bundesverband e.V. (Netzwerk von Migrantenorganisationen), mit Neusser Freunden. Viele gute Kontakte.

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